Ich spiele ein Instrument, das von dem Belgier Adolphe Sax
(1814 - 1894) erfunden wurde. Dessen Vater Charles war Instrumentenmacher am Niederländischen Hof und hatte seinen Sohn inspiriert. Vom Saxofon war Adolphe absolut begeistert, obwohl er Flöte und Klarinette studiert hatte. Allerdings kamen ihm bald Zweifel, ob er als Klarinettenvirtuose jemals eine wirkliche Chance haben würde.
So arbeitete er entschlossen an weiteren Verbesserungen des Saxofons, insbesondere an dessen Zylindern und Ventilen und patentierte das Instrument schließlich im Jahre 1840. Mit dem Stück "Der letzte König Judah" des französischen Komponisten J.G. Kastner ist er 1841 erstmals öffentlich aufgetreten. Das Instrument konnte mit den lauten Trompeten und Posaunen ausgezeichnet konkurrieren und wurde nach kurzer Zeit von den europäischen Militärbands entdeckt.
 
Adolphe erwies sich jedoch als sehr schlechter Geschäftsmann und verlor sein gesamtes Vermögen durch folgende Gerichtsprozesse und Konkursverfahren.

Wie viele andere Erfinder konnte er kaum seinen Lebensunterhalt finanzieren und verstarb in ärmlichen Verhältnissen. Sein Name aber wurde mit seinem Instrument unsterblich.

Fast 100 Jahre später, nach dem Tode Adolphes, war der Durchbruch des Saxofons endgültig gelungen. In Amerika hatte der Jazz Hochkonjunktur, und das Saxofon war ab 1914 von hohem Stellenwert. Heute ist das klassische Instrument des Jazz aufgrund seines vielseitigen Charakters auch in vielen anderen Musikstilen zu finden.
  Saxofone konnten über die Jahre weiter verbessert werden. Stellt man die Veränderungen anderer Holzblasinstrumenten dem gegenüber, dann fällt es auf, dass Adolphe Sax von Anfang an richtig lag. Noch heute ähneln die Instrumente dem damaligen Patent von Sax aus dem Jahre 1840 in vielen Details.